Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus 2018

„Wechselwillige gingen zur Allianz“

Frank Sommerfeld, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG, der unter anderem über die ersten Erfahrungen vorgestellten neuen Tarif berichtete (VersicherungsJournal 20.9.2017), „betonte mehrfach, dass die Allianz nicht über den Preis die Kehrtwende einleite. Zahlen zum Absatz des neuen Tarifs wollte er keine nennen. Er verwies stattdessen auf eine Untersuchung der Yougov Deutschland GmbH zum Jahreswechselgeschäft 2017/2018 (VersicherungsJournal 18.1.2018). Danach habe die Allianz die meisten der rund zwei Millionen Wechselwilligen akquiriert.“ (...)
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Telematik

„Für die Telematik sehen Pickel wie auch Morawetz nur wenig Raum am deutschen Markt. Die Durchschnittsprämien seien – anders als in Ländern mit hohem Telematikanteil – vergleichsweise gering. Dies wurde als ein Argument dafür aufgeführt, dass der Marktanteil von gegenwärtig 0,3 bis 0,5 Prozent langfristig auf nicht mehr als drei bis fünf Prozent aufholen werde.“ (...) „Und trotzdem: Die Allianz hat nach Angaben von Sommerfeld inzwischen 58.000 Telematikverträge im Bestand. Und: „Die Rechnung macht Sinn“, so Sommerfeld. Die Schadenfrequenzen gingen deutlich zurück. Auch das automatisierte Fahren sei „kein Untergang der K-Prämie“ – unter anderem weil das Haftungssystem als solches bestehen bleibe, so Pickel.“ (...) „Dr. Christoph Samwer, als CEO zuständig für die Versicherungsmarke Friday, die die Baloise-Gruppe im vergangenen Frühjahr auf den Markt gebracht hat, berichtete, dass man bereits im ersten Jahr des Bestehens 15.707 Neukunden akquiriert habe (VersicherungsJournal 26.1.2018, 6.2.2017). Dabei seien die Kunden mit durchschnittlich 45 Jahren keineswegs so jung, wie man sich das für die Neugründung eines Versicherers vorstellt.“ (...)
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„Autoversicherer zwischen Katerstimmung und extrem guter Laune“

in Versicherungswirtschaft-heute
vom 27.02.2018
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Car Data - Telematik - Mobilität - FAS - Autonomes Fahren - eCall - Connected Car

„In jeder Garage sitzt ein Samwer, der überlegt, wie er uns die Butter vom Brot nehmen kann.“, sagte Dr. Jörg Hipp

Herbert Frommes
in Versicherungsmonitor
vom 12.10.2017
„Solange wir keinen optimalen Kundenservice bieten, sind wir angreifbar“, warnte Dr. Hipp. Versicherer müssten kooperieren und mit Partnern neue Angebote entwickeln. Versicherer müssten größer denken und aufhören, in Sparten einzuteilen. „Alles was wir machen, muss einen Kundennutzen erzeugen“, sagte Dr. Jörg Hipp. „In der Hinsicht waren wir Versicherer nicht immer die Speerspitze der Bewegung.“ Jörg Hipp, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherung, erwartet einen drastischen Wandel in der Mobilität. „Die Treiber sind massiv“, sagte er. „Die Menschen geben dafür mehr Geld aus als für Essen und Genussmittel.“ „Die Kunden unterscheiden nicht zwischen Versicherern und Amazon“, sagte Dr. Christoph Samwer, CEO von Friday. „Sie sind gewohnt, in Echtzeit zu bekommen was sie wollen.“ „Man muss nicht für den Desktop denken, sondern für das Smartphone“, betonte Dr. Samwer auf der Konferenz. Versicherung muss sich wandeln, meint Dr. Samwer. „In der heutigen Zeit ist es das größte Risiko, keine Risiken einzugehen“ sagte Dr. Christoph Samwer. (...)
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„Wirbel um Tanktaler, Telematik und Carsharing“ Den Versicherern fehlt es an Beweglichkeit – und eventuell auch an Visionen.

in bocquel-news
vom 16.10.2017
Dr. Jörg Hipp, Vorstand der Allianz Versicherung betonte, „Die Versicherer hätten vor allem Nachholbedarf in Sachen Kundenservice.“, Schnell, mobil optimiert und verbraucherfreundlich – so soll es vor allem bei den Kfz-Policen werden. „In der heutigen Zeit ist es das größte Risiko, keine Risiken einzugehen.“, so Dr. Christoph Samwer. Marc Oliver Matthias, Leiter des Innovation Labs bei der R+V Versicherung wurde nach dem Stand der Dinge eines Telematik-Tarifs bei der R+V gefragt. „Ich bin nicht hierhergekommen, um mich zu verteidigen, sondern vom Geschäftsausbau zu berichten“, sagte der Versicherungsmanager. Natürlich wolle man auch neue datenbasierte Produkte anbieten. „Doch wir haben dazu noch kein Killer-Feature gefunden“, sagte Matthias. „Solange wir aber der Meinung sind, dass unser Telematik-Produkt nicht gut genug ist, halten wir es unter der Decke.“ „Nach den düsteren Szenarien, die hier für die Assekuranz gezeichnet wurden, möchte ich Optimistischeres berichten“, sagte Vincenzo Reina. Als Country Head of Strategy & Smart Insurance Transformation bei der Generali Deutschland AG „Das Auto ist nur ein ‚Ding‘. Noch interessanter wird es, wenn die Dinge verknüpft werden. Im Zentrum steht das Smartphone!“sagte Ingo Blöink, der den ersten Veranstaltungstag moderierte. (...)
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„Bis 40 Prozent Rabatt in der Kfz-Versicherung“- „Im großen Stil steigt Anfang 2018 die HDI Versicherung AG in der Autoversicherung ins Telematik-Geschäft ein“

in VersicherungsJournal
vom 16.10.2017
„Wir starten im ersten Quartal 2018 einen Telematik-Tarif auf reiner App-Basis“, sagte Markus Rehle, Vorstandsmitglied der HDI Versicherung AG. Schon in diesem Jahr können Autofahrer ihr Punktekonto beim HDI „erfahren“. Dieser selbsterfahrene Bonus bleibt dem Kunden auch nach einem Jahr, wenn der Pay-as-you-drive-Tarif greift, erhalten. Der Höchstrabatt von 35 Prozent, würde sich dann auf 40 Prozent erhöhen. „Das erreichen natürlich nur Idealfahrer“, so Rehle. „Daher halten wir einen Telematik-Tarif als reine App-Lösung für zukunftsfähig.“(...) Viele Schäden können vermieden werden, wenn Fahrzeuge die Autofahrer beim Ein- und Ausparken durch intelligente Technik unterstützen. „Hier liegt das Einsparungspotenzial bei 30 Prozent des gesamten Schadenaufkommens in der Kfz-Versicherung“, sagte Dr. Johann Gwehenberger, Leiter der Unfallforschung des Allianz Zentrums für Technik (AZT). Heutige Systeme seien aber noch unzureichend. Sie wirkten sogar kontraproduktiv. „Wir haben festgestellt, dass Autofahrer mit Einparkwarnern mehr Unfälle machen als ohne“, so Gwehenberger. „Ich gehe aber davon aus, dass die Autoindustrie sichere Einparksysteme mit Ultraschall schon in fünf Jahren auf den Markt bringt. Und zwar nicht nur für Luxusfahrzeuge, sondern auch für Mittelklasseautos.“(...) Die SV Sparkassenversicherung hat einen Eco-Tarif entwickelt, der passives Fahren belohnt. „Wir halten nichts von Telematik-Tarifen“, sagte Dominik Schütz, Head of SV Lab bei der SV. Über Tanktaler und den Eco-Tarif würde man indirekt eine schadenfreiere Fahrweise erzielen. So würden 40 Prozent der Nutzer täglich in die App-Tanktaler reinschauen. „Damit sind unsere Angebote ständig im Blick“, so Dominik Schütz. (...)
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„Mehr Cross Selling durch Kfz-Apps“

in Versicherungswirtschaftheute
vom 16.10.2017
Schon heute sind SV-Sparkassenversicherung und die HDI Partner des Onlineservice. Bei Tanktaler gibt es Prämien, wenn man bei Partnern tankt sowie einen Carfinder, ein elektronisches Fahrtenbuch oder einen GPS-Diebstahl-Alarm. Für Friday sollen für einen Laufleistungstarif die gefahrenen Kilometer automatisch an den Versicherer übertragen werden. Die SV-Sparkassenversicherung hat einen Eco-Tarif entwickelt, der passives Fahren belohnt “Wir halten nichts von Telematik-Tarifen”, sagte Dominik Schütz.(...) Im großen Stil steigt Anfang 2018 die HDI Versicherung in der Autoversicherung ins Telematik-Geschäft ein. “Wir starten im ersten Quartal 2018 einen Telematik-Tarif auf reiner App-Basis”, sagte HDI-Vorstand Markus Rehle. Schon in diesem Jahr können Autofahrer ihr Punktekonto beim HDI erfahren”. Wer die Option “Try before you buy” nutzt, kann seinen Einsteigerbonus von fünf auf zehn Prozent erhöhen. Nach Erkenntnis von Rehle wird die Smartphone-Technik immer besser. “Daher halten wir einen Telematik-Tarif als reine App-Lösung für zukunftsfähig”. (...)
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„R+V testet selbstfahrende Busse“

Anna Gentrup
in Versicherungsmonitor
vom 20.10.2017
Die R+V startet am Frankfurter Flughafen zusammen mit der Betreibergesellschaft Fraport ein Forschungsprojekt zum autonomen Fahren. Künftig werden zwei selbstfahrende Kleinbusse die Flughafenmitarbeiter auf einer 1,5 Kilometer langen Strecke befördern. „Wir sind einer der großen Busversicherer in Deutschland, da liegt es nahe, sich mit solchen Themen zu beschäftigen“, sagte Norbert Rollinger.(...) Entwickelt wurde das R+V-Projekt vom Innovation Lab Connected Car des Versicherers. Bei der Probefahrt für die Presse greift der Operator ein, wenn Kreuzungen unübersichtlich sind oder Rettungskräfte passieren. „Das ist Avantgarde, da funktioniert noch nicht alles“, sagte Rollinger während der Busfahrt. Bei schlechter Witterung steuert immer ein Mensch den Bus, da Regen, Hagel oder Nebel die Sensoren täuschen könnten. (...) Selbstfahrende Fahrzeuge werden die Sicherheit auf den Straßen erhöhen, glaubt Jan Dirk Dallmer, R+V-Direktor Kraftfahrzeug-Betrieb. Sinkende Prämien werde es auf absehbare Zeit aber nicht geben. Zwar werden die Schäden weniger, die Reparaturkosten dürften wegen der teuren Technik in den Fahrzeugen jedoch steigen. „Wir rechnen mit einer gegenläufigen Entwicklung, weswegen man nicht von sinkenden Prämien sprechen kann.“(...) „Die Zulassung dieser Fahrzeuge ist auf Augenhöhe mit unserer Regulierung durch die Versicherungsaufsicht“, sagte Rollinger.(...)
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Aktives Schadenmanagement 2017

„Kfz-Versicherer: Schadenmarkt im Umbruch“

in ColorNews
vom 22.11.2017
„Natürlich zog sich die Digitalisierung wie ein Roter Faden durch den gesamten Schadenkongress in Köln. Für die Versicherungswirtschaft nahm Dr. Martin Weldi Leiter Kraftfahrt Schaden, HDI Versicherung Stellung: „Digitale Prozesse werden unsere Branche tiefgreifend verändern.“ Gleichzeitig stellte er jedoch auch klar: „Im Schadenfall will der Autofahrer zuerst den persönlichen Kontakt mit der Versicherung, danach können Prozesse digital ablaufen. Digitale Schadenkommunikation und Schadenkalkulation bei der HDI Versicherung 22.000 Schäden hat HDI (Talanx) seit 2016 über ihre Schaden-App abgewickelt. Das entspricht etwa zehn Prozent des gesamten Schadenvolumens in einem Jahr. Seine Einschätzung: „Wir wollen die Nutzungszahlen weiter ausbauen, erwarten aber nicht, dass die Anzahl der Nutzer kurzfristig durch die Decke geht.“ Dr. Martin Weldi stellte in Köln auch die digitale Live-Schadenbewertung zur Kalkulation der Schadenhöhe vor. Das Ziel sei „ein fallabschließendes Angebot im Ersttelefonat mit dem Versicherungsnehmer.“ Im Klartext: die schnelle Erstellung eines konkreten Angebotes für die fiktive Abrechnung. Wie entwickelt sich die Fahrzeugtechnik? Welche Auswirkungen die Fahrzeugentwicklung auf Schadensteuerung und Schadenkosten hat, erläuterte Gerald-Alexander Beese vom Kraftfahrzeugtechnischen Institut (KTI). „Gerade die Reparatur an modernen Fahrzeugen wird immer komplexer.“ Schadenbilder ändern sich, die Mischbauweise erfordert verschiedenste Reparaturwege und die Ersatzteilkosten steigen stetig. Beispiel Autoglas: „Beim Glasschaden sind die Frontscheibenpreise zwischen 29 und 73 Prozent in die Höhe geschnellt. Auch der Aufwand für den Einbau steigt – auf bis zu 34 Prozent mehr“, heißt es in einer Untersuchung des KTI. Welche Auswirkungen der Verbau moderner Sensorik für die fachgerechte Reparatur bedeutet erklärte Gerald-Alexander Beese anhand verschiedenster Schadenfälle. 80 Prozent der Unfälle ereignen sich bei einer Geschwindigkeit von weniger als 10 km/h. „Schon bei einer Beschädigung der unteren Querträger ist die Kalibrierung des Radar-Sensors notwendig. Der Schadenaufwand liegt hier laut unserer Untersuchung bei etwa 1.500 Euro.“ Was wird künftig für die Werkstatt wichtig? Das KTI hat vier Felder definiert, worauf es in Zukunft ankommt. 1. Know-how und Ausbildung, 2. Kenntnis der fahrzeugspezifischen Herstellervorgaben, 3. moderne Werkstattausrüstung, 4. Material und Ersatzteile.
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„Reparieren statt tauschen“ wird wichtiger.

in ColorNews
vom 22.11.2017
Vor dem Hintergrund rasant steigender Ersatzteilpreise bekommt die Instandsetzung der Karosserieaußenhaut neue Dynamik. Wolfgang Schüssler (Carbon GmbH) hat in Köln das Bewusstsein der Schaden-Chefs dafür geschärft. „In den nächsten fünf Jahren wird sich beim Automobilbau durch Leichtbauweise an der Karosserie mehr ändern als in den letzten 100 Jahren“, erklärte er vor den Kfz-Versicherern und erläuterte die Anwendung des Miracle-Systems bei der Reparatur. „Oft sind die Vorgabezeiten der Hersteller unrealistisch. Der Austausch von Ersatzteilen kostet den Kfz-Versicherer zudem erheblich mehr als die Instandsetzung der Karosserieaußenhaut.“ Eine Meinung, die auch Matthew Whittall von Innovation Group in Köln vertrat. Er zeigte den Teilnehmern zwei Schadenkalkulationen: Wird der gleiche Unfallschaden durch Instandsetzung fachgerecht repariert liegen die Reparaturkosten bei etwa 2.200 Euro, bei der Verwendung von Ersatzteilen stehen auf der Schadenkalkulation mehr als 4.000 Euro. Kostentreiber Ersatzteile Der Vorstandsvorsitzende von Innovation Group bezeichnete die steigenden Ersatzteilpreise als wesentlichen Kostentreiber für den Schadenmanager. Matthew Whittall nannte Zahlen: 3,3 Prozent Teuerungsrate pro Jahr ständen einer Steuerung von lediglich 0,5 Prozent bei Lack- oder Karosserielohn gegenüber. Matthew Whittall: „Wir unterstützen deshalb besonders die Betriebe, die sich intensiv mit der Instandsetzung der Karosserieaußenhaut beschäftigen.“ Wie positioniert sich Innovation Group? Für den Schadenmanager aus Stuttgart stellt sich jedoch vor allem die Frage, wie Innovation Group die Versicherer mit in das digitale Zeitalter nehmen kann. „Ab März 2018 kommt eCall“, betonte der Vorstandsvorsitzende. „Es wird nicht lange dauern, dann wird es nicht nur um Notfälle sondern auch um die Steuerung von Schadenfällen über diese Technologie gehen.“ 50 Prozent aller Fahrzeuge in Deutschland werden dann in der Lage sein ihren eigenen Schaden zu melden, schätzt Innovation Group. Die Stuttgarter wollen eine digitale Aufholjagt starten. „In Großbritannien läuft bereits unsere vollständige digitale Kommunikation mit Versicherungsnehmern, die an den wichtigsten Punkten des Schadenprozesses eine Applikation nutzen.“ So sind bisher 36.000 Unfallschäden reguliert worden. Auch das Reparatur-Tracking sprach Matthew Whittall an. „Die Schadenmeldung und der Prozess wird digitalisiert, keine Frage. Allerdings muss man immer bedenken, dass die Daten eingegeben oder erfasst werden müssen. Daher muss die Eingabe so gestaltet sein, dass die Werkstätten auch damit umgehen können.“
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