Zukunftsforum Assekuranz

„Beenken: Der viel diskutierte Provisionsdeckel kommt“

Monika Lier
in Versicherungswirtschaft-heute
vom 10.09.2019
Daten sind das Öl der Zukunft! Diese Aussage ist in Zeiten der sich beschleunigenden Digitalisierung mittlerweile zu einem Allgemeingut geworden. Doch wenn das so ist, dann ist, um im Bilde zu bleiben, die Künstliche Intelligenz (KI) der Motor der alles antreibt. Denn wer, wenn nicht „lernende Maschinen“, oder genauer, „lernende Algorithmen“ können dieser schieren Datenmenge Herr werden? Und diese und um andere Fragen wie den Provisionsdeckel geht es auf dem Zukunftsforum Assekuranz. Es stellt sich dann aber auch die Frage, wie dieser Motor einzustellen ist, um das beste Drehmoment zu erlangen, um, in der Sprache der Automobilisten zu bleiben, die Pferdestärken auch auf die Straße zu bringen? Gleichzeitig verbessern sich die Algorithmen, verbessert sich die Rechenkapazität, vergrößert sich die Datenbasis. Werden in Zukunft sogar genaue Vorhersagen möglich sein? Um Fragen wie diese geht es beim zweitägigen Zukunftsforum Assekuranz, welches heute u.a. mit einem Vortrag von Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund zu Ende geht. VWheuteTV berichtet weiter. Hier die Videointerviews mit Achim Kassow, COO der Ergo Deutschland, Alexander Vollert, CEO der Axa Konzern AG Deutschland und dem Gründer und CEO von Automation Hero, Stefan Groschupf. Den Abschluss der Interviewreihe bildet Matthias Beenken von der FH Dortmund Fachbereich BWL/Versicherungswirtschaft. Beenken ist sich sicher: Der viel diskutierte „Provisionsdeckel“ kommt. (...) “
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„Das Wetter als Game Changer für Versicherer “

in VW-Redaktion
vom 08.09.2019
„Extremwetter schlägt zunehmend auf die Ertragslage von Versicherern durch. Angesichts des Klimawandels avancieren präzise meteorologische Informationen damit zum Game Changer über den gesamten Versichererzyklus. Ein Gastbeitrag von Dr. Michael Fassnauer, CEO und Gründer des privaten Wetterdienstes UBIMET. Wenn Überschwemmungen nach Starkregen von wochenlanger Hitze und Dürre mit katastrophalen Ernteschäden abgelöst werden, dann ist Sommer in Deutschland. Und zwar nicht einer, wie er früher einmal war, sondern einer im Zeichen des Klimawandels. 2018 wird es laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wohl unter die fünf schwersten Sturmjahre der vergangenen Jahrzehnte schaffen. Mit 1,3 Mrd. Euro lagen die versicherten Sturm-, Hagel- und Starkregenschäden an Wohngebäuden bereits im ersten Halbjahr so hoch wie sonst im Gesamtjahr. Und die Schäden in der Landwirtschaft durch die anhaltende Trockenheit im Sommer dürften sich für 2018 auf mehr als zwei Mrd. Euro summieren. Soweit, so alarmierend.“ „Für Versicherer war 2017 jedenfalls das teuerste Jahr der Geschichte: Hurrikane und andere Extremwetterereignisse kosteten die Branche weltweit rund 144 Mrd. US-Dollar – mehr als je zuvor. Rechnet man noch die nicht versicherten Vermögenswerte dazu, kommt man in Summe auf nicht weniger als 345 Mrd. US-Dollar. Ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden. Das geht aus einer Untersuchung der Munich Re, dem weltweit größten Rückversicherer, hervor. Auch wenn laut ihren Klima-Experten nicht bewiesen ist, dass der Klimawandel dafür verantwortlich zeichnet, gibt es doch starke Indizien dafür. Ungewöhnlich hohe Naturkatastrophenschäden häufen sich nämlich. In den historischen Daten der Munich Re existieren nur drei Jahre, in denen die versicherten Schäden inflationsbereinigt mit über 100 Mrd. US-Dollar zu Buche schlugen – und sie alle liegen in den vergangen 14 Jahren. Die Zahlen für Deutschland sind mit zwei Mrd. Euro an wetterbedingten Schäden für 2017 zwar unterdurchschnittlich, dürften für 2018 aber Rekordniveau erreichen. Laut dem renommierten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung könnte etwa die Zahl der Hochwasseropfer in Deutschland bis in die 2040er-Jahre um das Siebenfache(!) steigen. Der GDV verzeichnete mit 280 Mio. Euro für 2018 auch die höchsten Schäden durch Blitzschlag und Überspannung seit 15 Jahren.“ (...)
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Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus 2018

„Flottenversicherung wird komplett digital“

Herbert Fromme
in Versicherungsmonitor
vom 01.03.2018
„Die Versicherung von Fahrzeugflotten kann das erste Segment in der Autoversicherung werden, das komplett digital abgewickelt wird. Das glaubt Harald Seliger, Leiter Kraftfahrt Vertrag bei der R+V Allgemeinen. Auch bei der Einführung von Elektrofahrzeugen können Flotten eine entscheidende Rolle spielen, hieß es bei einer Fachkonferenz in Köln. Klar ist aber auch: Das Geschäft ist für die Versicherer weiter tief rot. Seit mehr als zehn Jahren liegen die Schaden-Kostenquoten deutlich über 100 Prozent.“ „106 Prozent, 107 Prozent, 106 Prozent, 107 Prozent: Das sind die Schaden-Kostenquoten der Flottenversicherer in den vier Jahren von 2014 bis 2017. Die Jahre 2010 bis 2013 waren noch schlimmer. Die in diesem Segment tätigen Versicherer müssen einen sehr langen Atem haben – oder die Flottenversicherung als notwendiges Übel betrachten, um an anderes Industriegeschäft in den Segmenten Feuer und Haftpflicht heranzukommen. Harald Seliger, Leiter Kraftfahrt Vertrag bei der R+V Allgemeinen, beobachtet den Markt seit Jahren sehr genau. Nach seinen Angaben erzielten die Flottenversicherer für 2017 verdiente Prämien von knapp 3,6 Mrd. Euro für Haftpflicht und Kasko.“ (...) „Marc Odinius, der mit seiner Firma Dataforce das Flottengeschäft analysiert, wies auf dessen große Rolle bei der Veränderung im Kfz-Markt hin. So sei seit 2011 der Anteil von Dieselfahrzeugen bei Flotten von 76 Prozent der Neuzulassungen auf 64 Prozent gesunken – ein wesentlicher Grund für das allgemeine Absinken der Dieselquote von 48 Prozent auf 39 Prozent, sagte er.“ (...)
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„Im Flottengeschäft wird unentwegt saniert“

in VersicherungsJournal
vom 01.03.2018
„Die Neuzulassungen im Flottenmarkt brechen einen Rekord nach dem anderen. Dabei schreibt der Markt allerdings weiterhin Verluste. Auf einer Fachkonferenz gab Marc A. Odinius, Geschäftsführer von Dataforce, Einblicke in die Zusammensetzung des Flottengeschäfts.“ „Die gute Wirtschaftslage treibt das Flottengeschäft. Für 2018 erwartet Marc A. Odinius, Geschäftsführer der Dataforce Verlagsgesellschaft für Business Informationen mbH, ein neues Rekordniveau von 870.000 Neuzulassungen nach einem Höchststand im Jahr 2017. Anders als die übliche Branchendefinition von zehn Fahrzeugen, ist für Dataforce bereits ein gewerblich genutztes Fahrzeug eine Flotte.“ (...) „Doch auch nach Prämie wuchs der Markt, wie Harald Seliger, Leiter Kraftfahrt Vertrag der R+V Allgemeine Versicherung AG, auf Basis eigener Hochrechnungen am Mittwoch auf einer Fachkonferenz in Köln zeigte. So dürften die Prämien 2017 um 3,6 Prozent auf 3,61 Milliarden Euro gestiegen sein. Ertragsmäßig bleibt es indes mau. „Mit einer Geschäftsjahres-Schadenquote von 95 Prozent sind die Flottenrisiken im Markt weiterhin nicht auskömmlich“, so Seliger.“ (...)
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„Kfz: Allianz legt wieder zu“

Friederike Krieger
in Versicherungsmonitor
vom 05.03.2018
„Die Allianz Deutschland ist erstmals seit Langem in der Kfz-Versicherung wieder gewachsen. Dank des neuen Tarifs gewannen die Münchener 150.000 neue Kunden hinzu. Mit 8,5 Millionen versicherten Fahrzeugen ist die Allianz allerdings noch Meilen vom Konkurrenten HUK-Coburg entfernt, der für Ende 2017 mit 11,5 Millionen versicherten Autos rechnet. Trotz starker Prämienzuwächse in der Sach- und der Lebensversicherung sanken das operative Ergebnis und der Gewinn der Allianz Deutschland. Schuld waren unter anderem hohe Naturkatastrophenschäden.“ (...) „Der neue Kfz-Tarif der Allianz Deutschland, den die Allianz Anfang Oktober 2017 eingeführt hat, zeigt Wirkung: Binnen Jahresfrist ist die Zahl der bei der Allianz versicherten Fahrzeuge um 150.000 auf 8,5 Millionen gestiegen.“ (...)
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„Allianz will Marktanteile zurück, aber keinen Preiskampf“

Patrick Hagen
in Versicherungsmonitor
vom 26.03.2018
„Die Allianz hat ihre Kfz-Versicherung komplett neu überarbeitet und will sich die in den vergangenen Jahren verlorenen Marktanteile wiederholden. Das hat im Markt Ängste vor einem neuen Preiskrieg hervorgerufen. Die Allianz habe laut Sommerfeld aber nicht vor, pauschal die Preise zu senken. „Die Marge gegen Wachstum einzutauschen war in der Vergangenheit nicht erfolgreich, wir mussten einen anderen Weg suchen“, sagte er. Der Versicherer hat seine Antragsstrecke deutlich vereinfacht und setzt auf neue Leistungen. Für Wenigfahrer testet der Versicherer tageweise gültige Versicherungen.“ (...) „Insgesamt geht es der Kfz-Versicherung gut. „Der Markt zeigt beachtliches Wachstum“, sagte Morawetz von der Gen Re. In den vergangenen sieben Jahren seien die Bruttobeiträge um 30 Prozent auf 27,8 Mrd. Euro gewachsen. „In diesem Jahr werden wir die 27 Mrd. Euro überschreiten“, sagte er. Die Zahl der versicherten Risiken steige trotz aller Diskussionen um die Sharing Economy und das nachlassende Interesse an eigenen Autos bei jüngeren Leuten. „Die Branche ist im Augenblick definitiv nicht dem Untergang geweiht“, so Morawetz.“ (...) „Auch die Preise hätten sich im vergangenen Jahr erfreulich entwickelt. „Die Prämien stiegen wieder stärker als 2015 und 2016“, sagte er. In der Kfz-Haftpflicht stiegen die Durchschnittsprämien um 2 Prozent, in der Vollkasko um 2,5 Prozent, in der Teilkasko sanken sie um 0,5 Prozent – dieser Bereich hat allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung. “ (...)
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„Kfz-Versicherer unter Druck“

Patrick Hagen
in Versicherungsmonitor
vom 27.02.2018
„Die Entwicklung von automatisch fahrenden Autos wird die Kfz-Versicherung verändern, allerdings anders, als viele es heute erwarten, sagte Zurich-Autoversicherungsexperte Christoph Lüer auf einer Fachkonferenz. Der Privat-Pkw wird nicht einfach von einem autonom fahrenden Auto abgelöst, stattdessen wird es zu ganz anderen Mobilitätslösungen in den Städten kommen, erwartet er. Das hat auch Folgen für die Kfz-Versicherer. Die Anbieter müssten sich Sorgen machen, wie sie ihre Kundenbeziehungen sichern.“ „Die Kfz-Versicherer stehen angesichts der Entwicklung von zunehmend autonom fahrenden Autos vor neuen Herausforderungen. „Was wir als klassische Kfz-Versicherer machen, kommt von zwei Seiten unter Druck“, sagte Christoph Lüer, Head of Motor Underwriting, Zurich Deutschland, auf der Kfz-Versicherungskonferenz von Businessforum21 in Köln. Zum einen werden die Autos immer sicherer, das sorgt für weniger Schäden. „Kurzfristig wird das von der Schadeninflation überlagert, aber die Schäden sinken“, sagte er.“ (...) „Zweitens erwartet er, dass sich in den Städten neue Mobilitätslösungen etablieren werden. „Die Infrastruktur in den Städten gerät an ihre Grenzen.“ Die aktuelle Diskussion um Fahrverbote für Dieselautos sieht er als einen ersten Vorboten. Das hätte auch Folgen für die Kfz-Versicherung. „Wenn die Gleichung, dass meine Mobilität mein Auto bedeutet, nicht mehr gilt, müssen wir anders über Versicherungsschutz nachdenken“, so Lüer. Der Kunde werde dann die gleiche Deckung haben wollen, egal mit welchem Fortbewegungsmittel er unterwegs sei – Carsharing-Fahrzeuge verschiedener Dienstleister, eigenes Auto oder auch Fahrrad. So etwas habe die Branche im Kleinen schon mit der Mallorca-Police hinbekommen. „Wir müssen sehen, wie wir die Kundenbeziehung sichern.“ (...)
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„Autoversicherer haben extrem gute Laune“

in VersicherungsJournal
vom 27.02.2018
„In der Autoversicherung weisen die meisten Kennziffern in die richtige Richtung. Dies zeigten Marco Morawetz von der General Reinsurance AG und Dr. Michael Pickel, Vorstand der E+S Rückversicherung AG, am Montag auf einer Fachtagung in Köln.“ „Die Autoversicherer haben extrem gute Laune“, sagte Marco Morawetz, der das Consulting des Rückversicherers General Reinsurance AG leitet, am Montag auf einer Fachkonferenz in Köln. Der Grund: deutliches Wachstum, versicherungstechnisch mit einer Schaden- und Kostenquote von 98 Prozent zumindest ein kleiner Gewinn – und gute Aussichten für 2018.“ (...) „Die Autoversicherung ist nach Aussage von Morawetz in den letzten sieben Jahren um über 30 Prozent auf 26,9 Milliarden Euro gewachsen; inflationsbereinigt waren es immer noch gut 20 Prozent beziehungsweise drei Prozent pro Jahr.“ (...) „Es ist frappierend, wie es sich entwickelt“, ergänzte Dr. Michael Pickel, Vorstand der E+S Rückversicherung AG. Es werde mit „Zweit- und Drittwagen immer stärker durchmotorisiert“. So wuchs die Zahl der Fahrzeuge 2017 auf 64,1 (2016: 63,0) Millionen – von Sharing Economy ist also (noch) wenig zu spüren.“ (...)
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„Wechselwillige gingen zur Allianz“

Frank Sommerfeld, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG, der unter anderem über die ersten Erfahrungen vorgestellten neuen Tarif berichtete (VersicherungsJournal 20.9.2017), „betonte mehrfach, dass die Allianz nicht über den Preis die Kehrtwende einleite. Zahlen zum Absatz des neuen Tarifs wollte er keine nennen. Er verwies stattdessen auf eine Untersuchung der Yougov Deutschland GmbH zum Jahreswechselgeschäft 2017/2018 (VersicherungsJournal 18.1.2018). Danach habe die Allianz die meisten der rund zwei Millionen Wechselwilligen akquiriert.“ (...)
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Telematik

„Für die Telematik sehen Pickel wie auch Morawetz nur wenig Raum am deutschen Markt. Die Durchschnittsprämien seien – anders als in Ländern mit hohem Telematikanteil – vergleichsweise gering. Dies wurde als ein Argument dafür aufgeführt, dass der Marktanteil von gegenwärtig 0,3 bis 0,5 Prozent langfristig auf nicht mehr als drei bis fünf Prozent aufholen werde.“ (...) „Und trotzdem: Die Allianz hat nach Angaben von Sommerfeld inzwischen 58.000 Telematikverträge im Bestand. Und: „Die Rechnung macht Sinn“, so Sommerfeld. Die Schadenfrequenzen gingen deutlich zurück. Auch das automatisierte Fahren sei „kein Untergang der K-Prämie“ – unter anderem weil das Haftungssystem als solches bestehen bleibe, so Pickel.“ (...) „Dr. Christoph Samwer, als CEO zuständig für die Versicherungsmarke Friday, die die Baloise-Gruppe im vergangenen Frühjahr auf den Markt gebracht hat, berichtete, dass man bereits im ersten Jahr des Bestehens 15.707 Neukunden akquiriert habe (VersicherungsJournal 26.1.2018, 6.2.2017). Dabei seien die Kunden mit durchschnittlich 45 Jahren keineswegs so jung, wie man sich das für die Neugründung eines Versicherers vorstellt.“ (...)
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