Kfz-Versicherung im Fokus 2014

Kfz: Unverdrossenes Hoffen auf die Trendwende

in Versicherungsmonitor
vom 18.02.2014
„Nach einem Jahr mit hohen Unwetterschäden hoffen die Kfz-Versicherer auf ihr erstes Jahr mit versicherungstechnischen Gewinnen seit langem. Auf einer Kölner Branchenkonferenz prophezeit E+S Rückversicherungsvorstand Michael Pickel die Trendwende. Unter der Voraussetzung, dass die Kfz-Versicherer 2014 von Großschäden verschont bleiben, kann die Branche mit dem ersten Jahr seit 2007 ohne versicherungstechnische Verluste rechnen. Das sagte Michael Pickel, Mitglied des Vorstands der E+S Rückversicherung, auf einer Kfz-Versicherungskonferenz in Köln. Die Beiträge müssen dafür zumindest auf dem jetzigen Niveau bleiben. „Wir gehen davon aus, dass wir 2014 ein versicherungstechnisches Plus erreichen – außer es gibt Sondereffekte“, sagte Pickel. (…) Unter dem Strich verbuchte die Branche 2013 einen Verlust von 700 Mio. Euro – prognostiziert hatte die E+S Rückversicherung zu Beginn des Jahres noch einen Gewinn von 800 Mio. Euro. Die Prämieneinnahmen stiegen von 23,2 Mrd. Euro auf 24,3 Mrd. Euro. (…) Die bereits für 2013 prophezeite Trendwende soll jetzt also 2014 kommen. Allerdings bleibt der Wettbewerbsdruck laut Pickel hoch. Er rechnet damit, dass der Preiskampf bereit 2015 wieder anzieht. „Das bedeutet nicht, dass es Verluste geben muss“, sagte er.“
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„Kinofilm "Stromberg": Büro ist wie Krieg“

in Versicherungsmonitor
vom 18.02.2014
so die aktuelle Schlagzeile im Vorfeld der Filmprämiere, die zeitgleich zu der Abendveranstaltung der 11. BF21-Jahrestagung „Kfz-Versicherung im Fokus“ im OSMAN´30, im MediaPark Köln stattgefunden hat (Herbert Frommes Versicherungsmonitor, 18.02.2014). Der atemberaubende Ausblick aus der 30 Etage des Köln Turms auf die Stadtlichter, wie auch auf den ausgerollten roten Teppich der Stromberg-Filmprämiere war eines der Highlights dieses unvergesslichen Abends. „Jahrelang lief die Serie "Stromberg" über den Abteilungsleiter der fiktiven Versicherung Capitol erfolgreich im Fernsehen. Diese Woche kommt der Kinofilm.“
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„Gewinnzone rückt für Autoversicherer in greifbare Nähe“

in VersicherungsJournal
vom 19.02.2014
„Nähe Trotz mehrfacher Prämienerhöhungen schrieben die Autoversicherer auch 2013 weiter Verluste. Die erhoffte Wende wurde verhagelt. Ab 2015 könnte der Wettbewerb wieder schärfer werden. Die Autoversicherer haben die bereits für 2013 erwartete Ertragswende wegen rund 1,5 Milliarden Euro Elementarschäden nicht geschafft. Für 2014 zeichnet sich nun die Rückkehr in die Gewinnzone ab, so die Erwartungen auf einer Fachkonferenz in Köln. (…) Die Verteuerung der Prämien in den letzten Jahren könnte ausreichen, damit die Autoversicherer 2014 erstmals seit 2007 versicherungstechnisch wieder Gewinne einfahren. Vorausgesetzt, dass das Schadenaufkommen nicht wieder außergewöhnlich hoch ausfällt. Aber: Absehbar ist bereits, dass der Wettbewerb in dieser unverändert als Türöffner geltenden Sparte spätestens ab 2015 wieder schärfer wird, so die Einschätzung von Dr. Michael Pickel, Vorstandsmitglied E+S Rückversicherung AG, auf einer Fachkonferenz in Köln. (…) Mehr darf nicht passieren Besonders hoch ist der Sanierungsbedarf in den Kaskosparten. Dort seien die Schwankungs-Rückstellungen in den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut worden und nach den außergewöhnlich heftigen drei Hagelereignissen nur noch 0,4 Milliarden Euro vorhanden. (…) Da auch von den Kapitalmärkten beim unverändert niedrigen Zinsniveau keine Entlastung zu erwarten sei, rechnet Pickel damit, dass sich die Erstversicherer künftig mehr rückversichern müssen. (…) Die Großen gewinnen Marktanteile Die Top-Ten-Gruppen des Autoversicherungs-Geschäfts haben nach Aussage von Pickel zwischen 2008 und 2012 ihren Marktanteil um 2,8 Prozent auf über 70 Prozent gesteigert. Innerhalb dieser Gruppe habe aber die Spreizung zugenommen. (…) Weniger teurer geworden Marco Morawetz, der das Consulting des Rückversicherers General Reinsurance AG leitet, wird am heutigen Konferenztag unter anderem zeigen, dass die durchschnittliche Kraftfahrt-Haftpflichtprämie zum 1. Januar 2014 nur noch um 1,6 Prozent gestiegen ist. In den beiden Jahren zuvor betrugen die Verteuerungen 7,1 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent. (…)“
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Der bekannte Zyklus bei den Ergebnissen

Rainer Weckbacher (Leser)
in VersicherungsJournal
vom 19.02.2014
„Alle Jahre wieder... Der seit etlichen Jahren bekannte Zyklus bei den Ergebnissen der Autoversicherer wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Sobald der erste größere Versicherer in den schwarzen Zahlen ist und dieser dann den vorhandenen Deckungsbeitrag wieder in „Wachstum über günstige Beiträge” investiert, geht es marktweit wieder abwärts mit den Beiträgen für Neuverträge. Sobald das Ergebnis dieser Verträge nicht mehr durch die Altverträge mit auskömmlichem Deckungsbeitrag finanziert werden kann, entwickelt sich der Markt turnusmäßig in die roten Zahlen. (…)“.
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Zahl des Tages: 608 Trilliarden Preisvarianten

in Versicherungsmonitor
vom 24.04.2014
„Die Progressive Casualty Insurance Company aus den USA hat nach Angaben von S-Direkt-Vorstand Jürgen Cramer 608 Trilliarden (608.000.000.000.000.000.000.000) Preismöglichkeiten in der Autoversicherung – was sie nicht daran gehindert habe, einen Telematiktarif einzuführen.“
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Service-Versicherer müssen sich Internet stellen

in Versicherungswirtschaft heute
vom 19.02.2014
Der Druck durch Kfz-Vergleichsportale und Online-Direktversicherungen zwingt auch klassische Service-Versicherer zu neuen Strategien. So arbeiten Versicherer, wie die Provinzial Münster oder die R+V aus Wiesbaden, derzeit daran, sich im Internet und Social-Media-Bereich neu aufzustellen. Trotzdem glauben die Versicherer, dass auch im Google-Zeitalter die traditionelle Geschäftsstelle im Mittelpunkt der Vermittlertätigkeit bleiben wird. Dafür müssen sich die klassischen Agenturen aber hinsichtlich ihrer Internetpräsenz und Omnikanalfähigkeit deutlich verändern. So das Fazit von Markus Reinhard, Mitglied des Vorstands der Westfälischen Provinzial auf dem BusinessForum21 „Kfz-Versicherung im Fokus“ in Köln. Künftig sollen sich die Provinzial- Geschäftsstellen auf Social-Media-Plattformen tummeln und Online-Beratungsmodule anbieten. Nach Erkenntnis von Edgar Martin, Vorstandsmitglied der R+V Versicherung wird sich der Kfz-Versicherungsmarkt stark in Richtung des Online- und Hybrid-Kunden verschieben. So soll der Anteil des reinen Online-Kunden von derzeit 15 Prozent im Jahre 2025 bei rund 25 Prozent liegen. Während die Zahl der Offlinekunden rapide von 85 Prozent auf 25 Prozent sinkt. Service-Versicherer setzen daher auf den hybriden Kunden, der im Jahre 2025 immerhin noch einen Anteil von rund 50 Prozent ausmachen wird. Um solche hybriden Kunden, die sich im Netz informieren, aber offline abschließen, zu erreichen, müsste der Agenturbetrieb deutlich umgestellt werden. „Das ist ein äußerst anspruchsvoller Prozess“, so Martin. So müssten die Kunden weg von Vergleichsportalen auf firmeneigene Portale „gelenkt“ werden. Als Instrumente sollte Online-Marketing und Direktkommunikation eingesetzt werden. Wichtig sei, dass Internet-Preis und Agentur-Preis identisch sei. Per Produktkonfiguratoren wären die meisten Daten der hybriden Kunden schon erfasst. Die Beratung der Agentur würde sich daher auf die Optimierung des Angebots beschränken. Vom Veränderungsprozess würden daher die heutigen Vergütungssysteme erfasst werden. Was Vermittler hierzu erwarten, bleibt aber noch offen. (usk)
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Kfz-Versicherung: Telematik-Tarife werden kommen

in Versicherungswirtschaft heute
vom 19.02.2014
„Telematik-Tarife werden auch in Deutschland ihren Siegeszug in der Autoversicherung antreten. Dies ist das Fazit einer intensiven Diskussion auf dem BusinessForum21 „Kfz-Versicherung im Fokus“ in Köln. Sehr unterschiedlich ist die Einschätzung der Experten, welche Telematik-Tarife sich in welchem Umfang etablieren werden. Einigkeit herrscht allein darüber, dass derzeit der Einstieg in einen Kfz-Telematik-Tarif an den Kosten scheitert. „Wir haben noch gar keinen echten Telematik-Tarif aufgelegt“, bestätigte Jürgen Cramer von der Sparkassen Direkt Versicherung (S-Direkt). Das Unternehmen hatte ein überwältigendes Medienecho ausgelöst, als es Anfang 2014 mit dem S-Drive-Service gestartet war. Allgemein wurde die mutige offene Kommunikation des Datenschutzkonzeptes durch die S-Direkt von den Experten gelobt. „Ich habe den Eindruck, dass die kritische Berichterstattung mittlerweile deutlich zurückgegangen ist“, sagte Frank Sommerfeld vom Beratungsunternehmen Towers Watson. Fraglich ist aber immer noch, ob Kfz-Versicherer mit Telematik-Tarifen ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln können. „Wir haben unsere Kosten durch die enorme Medienpräsenz schon rausgeholt“, betonte Cramer. Der S-Direkt Vorstand geht davon aus, dass in rund fünf Jahren Telematik-Tarife ein Marktvolumen von zehn Prozent erreichen werden. Der Technikexperte Harald Trautsch von der Dolphin Technologie GmbH geht hingegen in seiner Prognose noch viel weiter. „In 15 Jahren wird es in Deutschland keinen Kfz-Versicherer mehr ohne Telematik-Tarif geben. Der Druck kommt von den Kunden. Wer die Telematik-Daten hat, kann bessere Preise machen“, so Trautsch. Eher skeptisch ist Edgar Martin, Vorstand bei der R+V Gruppe. So hat er festgestellt, dass bei einer groß angelegten Pilotstudie, bei der die Fahrzeuge von 1.500 Mitarbeitern mit Black-Box-Systemen zur Fahrüberwachung ausgestattet wurden, das Interesse hinsichtlich der eigenen Fahrbewertung bei den Fahrern im Laufe der Zeit deutlich nachgelassen hat. Telematik-Tarife würden daher immer nur eine kleine Zielgruppe ansprechen und für den Durchschnittsfahrer uninteressant sein. Auch Berater Sommerfeld geht davon aus, dass solche Tarife vor allem für junge Kunden oder bei teuren Fahrzeugen erfolgreich sein könnten. Aus den USA, die in Sachen Telematik viel weiter sei, würde ein Rückgang von Schadenfrequenzen von 35 bis 40 Prozent berichtet. „Vielleicht ist in Deutschland nur ein Rückgang von 35 bis 30 Prozent möglich“, so Sommerfeld. Einigkeit herrscht bei den Experten, dass die Black-Box im Auto sich bald überlebt hat. Diese Funktion könnten auch Smartphones übernehmen. „Wir müssen dafür kämpfen, dass die Autohersteller in drei bis vier Jahren ihre Server öffnen und alle Fahrdaten frei vom Autofahrer verfügbar gemacht werden können“, sagte Martin. Andernfalls würden die Kfz-Hersteller immer einen Wettbewerbsvorteil haben. Eine wichtige Zielgruppe könnten übrigens Eltern sein. So berichten die Experten, dass Eltern fast jeden Preis zahlen würden, wenn sie dafür über Telematik-Systeme auf das Fahrverhalten ihres Nachwuchses Einfluss nehmen könnten. „Fährt Mama oder Papa mit“ – und sei es auch nur virtuell – würde sich die Sicherheit junger Fahrer deutlich erhöhen. „Das zeigt das Modell BF17, bei dem Kinder für den früheren Führerscheinerwerb mit ihren Eltern unterwegs sein müssen. „Ohne diese Kontrolle steigt die Schadenfrequenz der jungen Fahrer um das Vierfache“, so Experte Sommerfeld. (usk)
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Große Vorbehalte gegenüber Telematik

Monika Lier
in VersicherungsJournal
vom 24.02.2014
„Viele US-amerikanische, britische und italienische Autofahrer zahlen ihre Versicherungsprämie bereits nach ihrem Fahrverhalten. In Deutschland stecken solche auf Informationstechnik beruhenden Tarife noch in den Kinderschuhen – und fraglich ist, ob sie jemals groß werden. Bislang war die Technik für Telematik-basierte Tarife vergleichsweise teuer. Müssen ab Oktober 2015 EU-weit alle Neuwagen mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattet werden, könnte Schwung in die Sache kommen. Marco Morawetz, Leiter des Consultings der General Reinsurance AG, gilt seit Langem als einer der Skeptiker Telematik-basierter Versicherungstarife. Ihm fehlt für diese Informatik und Telefonie nutzende Technik aufgrund der Kosten für die Technik und der schon bestehenden Möglichkeit, Risiken zu differenzieren und kalkulieren, schlicht der „Business-Case“. Diese Einschätzung scheint weit verbreitet. (…) Zahlen mit vielen Nullen Werden alle üblichen Risikomerkmale (zum Beispiel Garage, Kilometerleistung) verknüpft, kommt man bereits heute auf eine Großzahl an Merkmalskombinationen. Bei der Sparkassen DirektVersicherung AG (S-Direkt) sind es 35 Billiarden (Zahl mit 17 Stellen). Dies sagt aber noch nichts über die Qualität der Tarifierung aus, sagte S-Direkt-Vorstand Dr. Jürgen Cramer kürzlich auf einer Fachtagung. (…) Seit Jahresbeginn bietet die S-Direkt im Rahmen eines Pilotprojekts den „Telematik-Sicherheits-Service“ an, der über die eigene Homepage oder über die Vergleichsseite Check24 abschließbar ist. Das Paket aus automatischem Notruf im Fall eines Unfalls, dem Feedback zum Fahrverhalten, dem Diebstahlschutz und der Prämienreduktion bei einem guten „Scorewert“ spreche unterschiedliche Kundensegmente an, berichtete Cramer. Das Produkt sei allerdings erklärungsintensiv. (…) Ausdruck einer Strategie Die mediale Aufmerksamkeit des Pilotprojektes mache die Kosten mehr als wett, sagte Cramer. Er hofft, mit seinem Angebot punkten und für die Zukunft eine interessante Nische besetzen zu können. „Ich glaube an die doppelte 15er-Regel: In 15 Jahren wird es 15 Milliarden Euro weniger Kraftfahrtprämie geben“, sagte er. Zum Rückgang würden geringere Schadenaufwendungen infolge abnehmender Schadenhäufigkeit und ein geändertes Mobilitätsverhalten führen. „Wir überlegen, wie wir dies managen und welche Nischen wir besetzen können.“ (…) Niedrige Prämien, hohe Kosten Frank Sommerfeld, Managing Director bei Towers Watson GmbH, meint, dass die bislang noch hohen Anfangskosten und die niedrigen Durchschnittsprämien im deutschen Markt die Einführung von Telematik erschwerten. Es sei aber absehbar, dass die Kosten im Zuge des technischen Fortschritts immer weniger ins Gewicht fallen würden. (…) Neben der digitalen Notrufmeldung könnte die Kommunikationstechnologie auch für Zusatzdienste genutzt werden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. unterstützt das EU-Projekt, fordert aber die Einrichtung einer sicheren und offenen Telematik-Plattform mit standardisierten Schnittstellen. Denn der Kunde solle wählen können, ob Versicherer, freie Werkstatt, Automobilhersteller, Assisteur oder Automobilclub die Zusatzleistung für ihn erbringt soll. Pilot mit Lkw Dr. Edgar Martin, Vorstand der Kravag Versicherungen, rechnet nicht mit einem „regelrechten Telematik-Tarif, aber mit zusätzlichen Differenzierungs-Merkmalen“, die sich für die Kalkulation verwenden ließen. Die Versicherer müssten für den freien Zugang zu den Daten kämpfen, welche die Automobilhersteller erheben werden. (…) Interesse an sinkenden Prämien Umfragen zeigen, dass Autofahrer durchaus an Telematik interessiert sind, dies aber meist mit Prämiennachlässen in Verbindung bringen. (…) Laut einer Studie des Beratungshauses HNW Consulting GmbH unter 1.065 Autohaltern nutzen bereits sieben Prozent Dienste, die mithilfe von Telematik Daten zum Fahrverhalten aufzeichnen können – beispielsweise die zurückgelegten Kilometer, das Fahrtempo und das Bremsverhalten. (…)
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Aktives Schadenmanagement 2014

Allianz-Chef Vollert: Wertschöpfungskette muss in die digitale Welt

in VersicherungsWirtschaft heute
vom 14.11.2014
„Wir transportieren unsere Wertschöpfungskette in die digitale Welt “, so Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG im Interview mit der VersicherungsWirtschaft heute. „Eine der großen Herausforderungen und Chancen für die Versicherungswirtschaft besteht in der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche.“, sagt er. „Sie ändert die Kundenbedürfnisse weltweit.“ Wie reagiert die Allianz mit ihren vielschichtigen Kundenkontakten auf die neue Erwartungshaltung?, lautet die ganz konkrete Frage zu der aktuellen Digitalisierungsstrategie der Allianz. „Indem wir alle Kontaktpunkte – im Internet, auf Facebook, beim Vermittler – noch stärker auf die Erwartungen und den Bedarf unserer Kunden ausrichten“, erörtert der Vorstandsvorsitzende des Marktführers. Zu dem Potenzial der Digitalisierung im Schadenmanagement sagt er: „Hier ist vor allem Schnelligkeit der Vorteil. Je schneller wir den Schaden bearbeiten, desto zufriedener ist der Kunde und desto niedriger sind die Schadenaufwendungen. Dabei können digitale Prozesse und Kommunikationsmöglichkeiten für den Kunden enorm helfen.“
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Erfolg durch Innovation im Schadenmanagement

in VersicherungsWirtschaft heute
vom 13.11.2014
Ein bis auf den allerletzten Platz gefüllter Konferenzraum, prominente Keynote-Speaker und Teilnehmer aus der Assekuranz, Automobilwirtschaft und kooperierenden Branchen prägten den Auftakt zum 8. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement“, der gestern startete und noch bis heute in Köln stattfindet. Die diesjährige Tagung, Motto: „Aktives Schadenmanagement – Erfolgsentscheidender Wettbewerbsfaktor und eine Top-Management-Aufgabe“, steht voll und ganz im Zeichen der Innovationen und strategischer Weichenstellung in der Branche, die auch vor dem Schadenmanagement nicht halt macht. Der Digitalisierung im Schadenmanagement und ihrem aktuellen Stellenwert in der Unternehmensstrategie widmet sich in seinem Vortrag Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG. Die innovativen Steuerungskonzepte der Versicherer und der Einstieg in das Service-, Wartungs- und Reparaturgeschäft bildeten den Schwerpunkt der Podiumsdiskussion unter der Beteiligung von Ernst Sünner, AXA Konzern, Dr. Rüdiger Staab, R+V Versicherung, Rüdiger Burg, DEVK, Dr. Klaus Weichtmann, ZKF e.V. und Robert Paintinger, BVdP e.V. mit dem Fazit: Die konsequente Service- und Kundenorientierung wird für die Kfz-Schadensteuerung zukunftsentscheidend sein. Gepaart mit der provozierenden Frage „Wird HUK-Coburg demnächst zum Apple der Schadenbranche / der Werkstattsteuerung?!“ Mit Blick auf die modernen Technologien im Fahrzeug, wie eCall,Telematik, Connected Car, autonomes Fahren und die zukünftige Pläne des Internetgiganten Google wird „das wichtigste Ersatzteil im Fahrzeug in den nächsten zehn Jahren die Software sein“ stellen die Experten unisono fest. „Hochwasser und Starkregen nehmen zu – jeder ist betroffen. Die Frequenz der Schäden aus Naturereignissen wird sich verdoppeln, die Schadenhöhe wird sich den nächsten zehn Jahren verdreifachen.“ Die Produktinnovationen in der Wohngebäude- / Elementarversicherung, die Frage nach der Versicherbarkeit und die Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, wie auch die Wege zur Profitabilität in der Sparte Wohngebäude bildeten weitere Schwerpunkte der Tagung, zu denen Christian Diedrich, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung AG, Rainer Fürhaupter, eh. Mitglied des Vorstandes der Versicherungskammer Bayern und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung referiert haben. „Eine Pflichtversicherung ist entbehrlich und wäre kontraproduktiv. Sie gibt eine Scheinsicherheit.“, so die Antwort der Versicherungswirtschaft auf die heiß diskutierten Pläne der Politik. (vwh/ab)
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