Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus 2016

Digitalisierung ist nicht nur Technik, sondern Interaktion und Kommunikation

in Versicherungswirtschaft-heute
vom 23.02.2016
„Das Smartphone sei nicht primär eine technische Herausforderung, “sondern der Re-Set-Button für das Internet”, sagt Klaus Driever, seit Jahresbeginn Vorstandschef der Allsecur Deutschland AG und seit 2013 Leiter Digitaler Verkauf der Allianz Deutschland AG. Das Handy ändere die Erwartungen und Erfahrungen der Kunden. “Digitalisierung ist nicht nur Technik, sondern vor allem sehr viel Interaktion und Kommunikation.” Wichtig sei, die “Customer Journey” – also den gesamten Einkaufsprozess des Kunden – zu verstehen. Die Königsdisziplin für Versicherer bestehe dann darin, diesen Prozess zu monitoren, wo sind die Übergangspunkte zwischen online-Recherche und offline-Abschluss sind – und diese zu gestalten. Bereits elf Millionen Deutsche informierten sich über ihr Smartphone über Versicherungen und fast alle schlössen ihre Policen bei einem Vermittler ab. Denn: “Echte Menschen lieben echte Menschen, ” so Driever. Daher versuche die Allianz auch ihre Vermittler auf den Internetseiten “prominent” einzubinden. “Das hat keinen politischen Grund, sondern der Kunde will das so. Das zeigen die Customer Journeys.” So könne sich der Kunde im Internet beispielsweise seine Prämie selbst ausrechnen, diese Berechnungen aber auch an seine Agentur senden, was mit einem sehr großen technischen Aufwand verbunden sei. Hinsichtlich des Nutzens von mobilen Apps zeigte sich Driever skeptisch. “Die App, die Kunden nicht regelmäßig einmal die Woche nutzen, ist schnell wieder weg.” Beständiger seien nur Apps, die Mehrwerte schafften oder die Sicherheitseinstellungen verbesserten wie etwa bei der Rechnungseinreichung in der privaten Krankenversicherung.“(…)
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Aktives Schadenmanagement 2015

Auf dem BF21-Schadenkongress „stellte die Huk-Coburg ihr Mitte 2014 gestartetes Handwerker-Netz für Leitungswasserschäden vor.“

Monika Lier
in VersichrungsJournal
vom 11.11.2015
„Eine aktuelle Umfrage des BVK zeigt die Vertragssanierung in dieser Sparte und wie defizitär die Wohngebäudesparte seit Jahren ist.“ „Die Huk-Coburg Gruppe steuert inzwischen 40 Prozent der Leitungswasserschäden in der Wohngebäudeversicherung über ein Handwerker-Netz. „Die Kunden haben einen echten Bedarf nach diesem Service“, sagte Thomas Geck, Leiter Abteilung Schaden Prozessmanagement der Huk-Coburg, auf einer Fachkonferenz in Köln. Die Kunden bewerteten den Service durchschnittlich mit „gut“ und hätten eine Weiterempfehlungs-Bereitschaft von 96 Prozent. (...)“ „Mit 55.000 Leitungswasserschäden im Jahr komme das eigene Haus auf ein Volumen, das groß genug für ein Handwerker-Netz sei. Je Betrieb habe man im letzten Jahr zwischen 70 und 120 Aufträge vergeben. „Damit werden wir ernst genommen“, so Geck. Vorangegangene Pilotprojekte mit anderen Schadenereignissen waren am Volumen gescheitert. (...)“
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Digitalisierung sorgt für massive Veränderung der Regulierung

in VersicherungsJournal
vom 10.11.2015
„Alles spricht über „Big Data“ und welche Möglichkeiten sich eröffnen können, aber die Eigentumsfragen an Daten sind noch nicht geklärt. Die „weißen Flecken“ im Rechtssystem waren eins von vielen Themen auf einer Fachkonferenz zur Schadenregulierung in Köln. (...)“ „Mit Fahrerassistenzsystemen, Telematik, Autonomem Fahren und vernetzten Autos wird sich die Haftung im Schadenfall künftig nicht mehr allein auf Fahrer und Halter beschränken lassen. „Es entstehen neue Schadenbilder durch neue unbekannte Entscheidungsstrukturen“, sagte Thomas Winkler, Chief Underwriter Kraftfahrt der Gothaer Allgemeinen Versicherung AG. Künftig werde es auch um die Haftung des Herstellers sowie des Providers gehen müssen.“ „Die neuen Techniken beeinflussten, veränderten oder erübrigten die Entscheidungen des Fahrers, ohne dass die Assekuranz die Daten für die Entscheidungsstrukturen der Systeme kenne. „Die Daten der Hersteller dieser Systeme werden nicht veröffentlicht. Wir wissen nicht, welche Prozesse im Fahrzeug einprogrammiert sind. Wir wissen aber auch nicht, wann der Mensch diese Systeme abschaltet“, so Winkler. (...)“
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Versicherer drücken beim Schadenmanagement aufs Tempo

in colornews
vom 11.11.2015
„Die Versicherungswirtschaft nennt den Schadenfall „Moment of Truth“, den Moment der Wahrheit. Hier entscheidet sich, ob der Versicherungsnehmer auch den Service und die Leistung bekommt, für die er Monat für Monat zahlt. Diese Kundenzufriedenheit ist Dreh- und Angelpunkt auch für die Kfz-Versicherer. Eingelöst wird sie oft von den Werkstätten, in denen der Unfallschaden repariert wird. Immer standen Konzepte zur Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt der Diskussionen und Vorträge beim Business Forum 21, das sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Versicherer etabliert hat. Ein Ergebnis der Tagung: die Kfz-Versicherer sehen den Ausbau des Schadenmanagements als eine wesentliche Säule ihrer Strategie. (...)“ Alle reden über Service-Select, nur die HUK-COBURG schweigt „Ein Diskussionsthema beim Business Forum 21 in Köln gab besonderen Aufschluss über Marktpositionen einzelner Versicherer. Immer wieder sprachen Vertreter von Assekuranzen auf der Bühne über Service-Select, doch die HUK-COBURG schwieg. Kein Wort, keine Silbe über das Konzept, über Pläne oder Details. „Die Coburger treiben den Markt“, brachte es ein Teilnehmer am Rand der Veranstaltung auf den Punkt. Und tatsächlich bezogen sich während der Podiumsdiskussion R+V, Provinzial Sparkassen Versicherung oder HDI immer wieder auf die HUK-COBURG. Thomas Geck, Leiter Schaden Prozessmanagement, äußerte sich in der Runde vor allem zu den Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft und Werkstätten angesichts des zunehmenden Wettbewerbs zur Automobilindustrie im Unfallschadenmanagement. Der Titel seines Impulsreferates hieß: „Wettbewerbsdifferenzierung im Sach-Schadenmanagement.(...)“
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Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus 2015

Versicherer unterstützen Datenbank gegen Tachomanipulation

in Versicherungsmagazin
vom 26.03.2015
Eine bundesweite Datenbank soll Autokäufer künftig gegen den Betrug bei Tachomanipulationen schützen. Derzeit schätzen Experten, dass bei jedem dritten Auto der Kilometerstand manipuliert und das Auto so auf "jünger" getrimmt wurde. Dadurch erzielen die Betrüger im Schnitt pro Auto eine illegale Wertsteigerung von 3.400 Euro. "Der Gesamtschaden beläuft sich in Deutschland jährlich auf sieben Milliarden Euro", sagte Björn Hinrichs von der Arvato Financial Solutions auf einer Versicherungstagung in Köln. Geschädigt werden vor allem Verbraucher, weil sie für Uraltfahrzeuge viel zu viel Geld zahlen. Betroffen sind aber auch Kfz-Versicherer, die nach Unfallschäden für "verjüngte" Autos mehr leisten müssen, als diese nach ihrer Laufleistung tatsächlich wert sind. Daher unterstützt die Assekuranz den Aufbau einer bundesweiten Datenbank, die Auskunft über die tatsächliche Laufleistung eines Fahrzeuges geben soll. Auch Kfz-Sachverständige überfordert "Die Idee finden wir aus Verbrauchsicht sehr reizvoll", sagt Thomas von Mallinckrodt von der Huk-Coburg, Deutschlands größtem Kfz-Versicherer. Die letzte Entscheidung über eine eigne Beteiligung an der geplanten Datenbank macht der Versicherer aber von der Ausgestaltung und datenschutzrechtlichen Umsetzung abhängig. Auch die Provinzial Rheinland aus Düsseldorf begrüßt das Projekt. "Es ist wichtig, dass es endlich eine legale und solide Möglichkeit gibt, solchen Manipulationen auf die Spur zu kommen", betont Sprecher Christoph Hartmann.
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Datenbank gegen Tachomanipulation – Versicherer wollen Betrug einen Riegel vorschieben

in auto.de
vom 03.03.2015
Eine bundesweite Datenbank soll Autokäufer künftig gegen den Betrug bei Tachomanipulationen schützen. Derzeit schätzen Experten, dass bei jedem dritten Auto der Kilometerstand manipuliert und das Auto so auf “jünger” getrimmt wurde. Dadurch erzielen die Betrüger im Schnitt pro Auto eine illegale Wertsteigerung von 3.400 Euro. “Der Gesamtschaden beläuft sich in Deutschland jährlich auf sieben Milliarden Euro”, sagte Björn Hinrichs von der Arvato Financial Solutions auf einer Versicherungstagung in Köln. Geschädigt werden Verbraucher und Versicherer Geschädigt werden vor allem Verbraucher, weil sie für Uraltfahrzeuge viel zu viel Geld zahlen. Betroffen sind aber auch Kfz-Versicherer, die nach Unfallschäden für “verjüngte” Autos mehr leisten müssen, als diese nach ihrer Laufleistung tatsächlich wert sind. Daher unterstützen die Assekuranzen den Aufbau einer bundesweiten Datenbank, die Auskunft über die tatsächliche Laufleistung eines Fahrzeuges geben soll. “Die Idee finden wir aus Verbrauchsicht sehr reizvoll”, sagt Thomas von Mallinckrodt von der HUK-Coburg, Deutschlands größtem Kfz-Versicherer. Manipulationen legal und solide auf die Spur kommen Die letzte Entscheidung über eine eigene Beteiligung an der geplanten Datenbank macht der Versicherer aber von der Ausgestaltung und datenschutzrechtlichen Umsetzung abhängig. Der Ergo-Konzern sieht Vorteile für “alle Seiten”, weil sich die Sicherheit der Kunden erhöht und die Datenbank präventiv Betrug verhindern würde. (...)
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Kfz-Versicherung im Fokus 2014

Firmenkunden wollen Telematik-Tarife

in Versicherungsmonitor
vom 20.02.2014
„Bei Privatkunden ist die Zukunft von Telematik-Tarifen unklar. Im Firmenkundengeschäft werden sie dagegen schnell eine große Rolle spielen, erwartet Harald Seliger von der R+V. Sorgen bereitet den Versicherern die Entwicklung beim Leasing. Die Allianz etwa hält sich hier stark zurück. Telematik-Tarife werden im Kfz-Flottengeschäft eine große Rolle spielen, vor allem in der Versicherung von Lkw-Flotten, erwartet Harald Seliger, Abteilungsdirektor für Kraftfahrt bei der R+V. „Im Güterverkehr wird das der absolute Renner werden“, sagte er auf der Fachkonferenz „Kfz-Versicherung im Fokus“ in Köln. (…)Der Versicherer erhofft sich eine Senkung der Schadenquoten durch die Telematik. (…) Ein weiter zunehmendes Problem in der Flottenversicherung ist das Leasing. „Die Versicherer sollten nicht die Attraktivität der Leasingraten von Leasingunternehmen sicherstellen“, warnte Seliger. Viele Leasinganbieter wollen die Versicherungsprämie für drei bis vier Jahre festschreiben. Das ist für Versicherer gefährlich, sagte auch Peter Buchhierl, Fachbereichsleiter Firmen-Kraftversicherung bei der Allianz-Versicherung. Wer sich darauf einlasse, habe von vornherein verloren. „Flotte ist Hochfrequenzgeschäft, deshalb ist es wichtig, zeitnah die Prämien anpassen zu können“, so Buchhierl. Die Allianz hält sich deshalb im Leasinggeschäft stark zurück. (…) Die Zahl der Versicherer, die bereit sind, im Leasingggeschäft ihre Prämien auf mehrere Jahre festzuschreiben, sinkt bereits, erklärte Christos Sakalidis vom Großmakler Aon. Als Konsequenz aus den hohen Hagel- und Flutschäden im vergangenen Jahr müssten die Versicherer Elementar- und Großschäden stärker in der Prämienkalkulation berücksichtigen, sagte Allianz-Flottenexperte Buchhierl. Einige Anbieter versuchten bereits, Hagelschäden aus der Kaskoversicherung herauszunehmen und bieten eine separate Hagel-Deckung an. Buchhierl ist skeptisch, ob das der richtige Weg ist. „Die Frage ist, ob man dann einen Gesamtschadenausgleich hinbekommt.“ Im Vertrieb sind Makler für das große Flottengeschäft stark auf dem Vormarsch, so Buchhierl. „Im Größtsegment läuft mittlerweile fast 90 Prozent über Makler und firmenverbundene Vermittler“, sagte er. „Ich denke auch nicht, dass sich das noch einmal verändert.“
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Flotten bleiben teuer

Monika Lier
in VersicherungsJournal
vom 12.05.2015
„Die Versicherung von Automobil-Flotten kommt nicht aus den roten Zahlen. Auf einer Fachkonferenz in Köln ging es um Lösungsansätze für eine konsequentere Sanierung. Die Versicherung von Automobilflotten ist zwar ein wachsender, doch unverändert auch defizitärer Markt. Auf einer Fachkonferenz in Köln ging es wieder einmal um die Möglichkeiten, diese Verluste in den Griff zu bekommen. Im Bereich der Flottenversicherung (Kraftfahrt-Gruppengeschäft ab zehn ziehenden Einheiten) werden die Automobilversicherer 2013 je Beitrags-Euro versicherungstechnisch rund acht (2012: fünf) Cent Verlust geschrieben haben. Damit ist kombinierte Schaden-/Kostenquote schlechter als im Gesamtmarkt, der voraussichtlich bei 103 Prozent liegen wird. Dass die Quote schlechter als im Vorjahr ausfällt, wird auch den außergewöhnlich hohen Elementarschäden 2013 zugeschrieben. (…) Jeder dritte gute Kunde kippt „Wir haben ordentlich saniert und aktuarisch richtig kalkuliert, aber dann fallen wir immer wieder in alte Verhaltensmuster hinein“, kritisierte Harald Seliger, der bei der R+V Allgemeinen Versicherung AG Abteilungsdirektor Kraftfahrt Betrieb-Vertrag ist, am Donnerstag auf einer Fachkonferenz in Köln. (…) Noch zwei weitere „harte“ Jahre Wichtig seien daher „Zahlen, Daten, Fakten“, so Selig. Das Segment Flotte müsse sich noch stärker als eigenständiges Geschäftsmodell hinsichtlich Underwriting, Pricing und auch Aktuariat etablieren. Er rät dazu, Preise nach der Credibility-Methode zu kalkulieren. Die Vorhersage aus einer Stichprobe gelinge nur, wenn diese groß genug sei. Sei sie es nicht, müsse ein technischer Mixpreis aus dem GDV-Preis und dem Individualpreis der entsprechenden Flotte gebildet werden. (…) Auch Peter Buchhierl, der bei der Allianz Versicherungs-AG den Bereich Firmen Kraftfahrtversicherung leitet, sprach sich in seinem Vortrag für intensive Sanierungsbemühungen aus. „Die saubere Versicherungstechnik ist von zentraler Bedeutung“, sagte er. Es bedürfe eines engen Zusammenspiels von Aktuariat, Risk-Management und Underwritern. Die Sanierung sei deshalb so wichtig, weil das Versicherungsgeschäft an vielen Stellen schwieriger geworden sei. So seien die Sachversicherungen vielfach im ergebnistechnisch kritischen Bereich, und die Personenversicherungen litten unter den niedrigen Zinsen. Die Niedrigzinsphase belaste natürlich auch die Autoversicherer, die kaum noch Kapitalerträge zum Ausgleich der Versicherungstechnik erwirtschafteten. Zudem entfielen beispielsweise bei der Allianz die Chancen auf hohe Abwicklungsgewinne, weil im Vorfeld auf das neue Eigenkapitalregime Solvency ll und dem Rechnungslegungs-Standard IFRS die Rückstellungen nach „best estimate“ auf Jahresbasis geschätzt würden. Bestimmtes geht nicht mehr Buchhierl mahnte, „im Kaskobereich feinsinniger zu agieren“. Selbstbehalte von 300 Euro hätten im Flottengeschäft nichts „verloren“. Die Schadenfrequenz ändere sich ganz gewaltig: In acht Jahren erlebe man nun schon die zweite Jahrhundertflut. Kasko sei ein echter Problemfall und am deutschen Markt chronisch defizitär, so Buchhierl. Da Flotte im Schadenbereich ein Hochfrequenz-Geschäft sei, sei es wichtig, dass die Chance von zeitnahen Prämienanpassungen bestünde. Langfristige Verträge schlössen sich damit aus. Keine Rasenmäher Christos Sakalidis, Leiter der Kfz-Abteilung der Aon Versicherungsmakler Deutschland GmbH, berichtete, dass Flotten 2014 sich vor allem bei den schadenträchtigen Kunden verteuert hätten. Anders als in früheren Jahren gehe es aber nicht mehr um pauschale Erhöhungen über den gesamten Bestand. (…) Er führt die Prämienreduktion auf Präventionsmaßnahmen zurück. „Auch schlechte Flotten können auf den Weg gebracht werden.“ Die Kunden seien die jährlichen Beitragserhöhungen zudem Leid und forderten von den Versicherern endlich neue Konzepte. Einen wachsenden Trend sieht er in internationalen Versicherungsprogrammen, die bei Aon inzwischen rund 30 Prozent ausmachten.“
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Direct Line und Honda starten Kooperation

in Herbert Frommes Versicherungsmonitor
vom 17.02.2014
„Honda-Händler empfehlen künftig Auto- und Motorradfahrern Policen von Direct Line. Damit will sich der nach eigenen Angaben drittgrößte Kfz-Direktversicherer Deutschlands neue Kundengruppen erschließen. (…)“
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Versicherungen im Internet: „Warten auf Google“

Philipp Krohn
in Frankfurter Allgemeine Zeitung
vom 20.02.2014
Auf Klaus-Jürgen Heitmanns Präsentation gibt es ein Phantom. „Google“ ist verschwommen auf einer Folie zu lesen, auf der es um die Wettbewerbssituation der Kfz-Versicherungsbranche geht. Keiner in der sogenannten K-Sparte weiß genau, was der amerikanische Internetkonzern plant. Ob er ein eigenes Verbraucherportal gründet oder sogar selbst als Marktakteur auftreten wird. (…) Huk-Coburg-Vorstand Heitmann meint aber, dass das Phantom schon jetzt zum Umdenken zwinge. „Wir müssen alle darüber nachdenken, wer bin ich morgen“, sagte er jetzt auf einem prominent besetzten Branchentreff in Köln. „Eine so schnelle Verschiebung von Marktanteilen haben wir in der Geschichte unserer Sparte noch nie gesehen“, sagt Heitmann. Während Google noch verschwommen auf seiner Folie zu lesen ist, hat die Konkurrenz durch Check 24 schon längst reale Züge. (…) „Der Prozess der Ablösung von den klassischen Vertrieben dauert viel länger als von manchem prognostiziert“, sagt zwar Edgar Martin, Vorstandsmitglied der Kravag. Aber auch er ahnt, dass der Übergang von der „guten alten Zeit“ mit dem Vertreter im Wohnzimmer zum digital verknüpften Vertrieb teuer und aufwendig wird. (…) Denn wie auch in anderen Branchen treten zwischen Produktanbieter und Verbraucher in der neuen digitalen Welt Schnittstellen (wobei hier Google bedeutsamer ist als Amazon oder Ebay), durch die der Zugang des Kunden zu den Dienstleistungen des Anbieters abgeschnitten wird. Zudem leiden Versicherer darunter, dass Autohäuser alle Leistungen rund um die Mobilität aus einer Hand anbieten wollen. „Der Autohersteller ist in einer deutlich besseren Lage als wir“, sagt Huk-Vorstand Heitmann. „Denn der Kunde kommt zu ihm ins Autohaus.“ In diesem Spannungsfeld müsse sich ein Versicherer positionieren. Will er mit einer starken Marke ein breites Spektrum von der Finanzierung bis zur Pannenhilfe selbst anbieten? Oder wird er nur noch Produktlieferant für andere Akteure? Verbraucherportale verändern das Geschäft im klassischen Vertrieb Welche Entscheidung er aber auch trifft, für die Vertriebe geraten alte Gewissheiten ins Rutschen. In der Branche hätten nur zwei Anbieter (Huk und Allianz) Marktanteile von mehr als 10 Prozent, betont David Stachon, Vorstandsvorsitzender des Direktversicherers Direct Line in Deutschland. (…) Gegen die Platzhirsche im Internet komme man mit hohen Werbebudgets kaum an. Check 24, der Marktführer bei den Portalen, gab in den ersten elf Monaten 2012 laut Nielsen-Zahlen 57,7 Millionen Euro für Werbung aus. Das war fast doppelt so viel im Vorjahreszeitraum (29,3 Millionen). Dagegen wurden die nächstgrößeren Budgets der Ergo Direkt, der Huk und Cosmos Direkt jeweils deutlich zurückgefahren. Autoversicherer müssten ihre Marketing-Effizienz steigern, sagte Stachon auf dem Kongress, den der Veranstalter Businessforum21 ausgerichtet hat. (…) „Die Verbraucherportale verändern auch unser Geschäft im klassischen Vertrieb“, sagt Markus Reinhard, Vorstandsmitglied der Westfälischen Provinzial. Sein Unternehmen habe zwar auf Direktvertrieb verzichtet, es gehe nun aber darum, Außendienstmitarbeiter fit für neue Kundenwünsche zu machen. (…) „Deshalb müssen die Agenturen helfen, sie auf unsere eigenen Portale zu lenken - sonst wandern sie zu den Aggregatoren ab.“ (so Kravag-Vorstand Martin). Also zu Check 24 oder Google. Doch was, wenn Google mehr will, als nur die Kundensuche zu verbessern? Darauf reagieren die Versicherer etwas einsilbig. Man könne schon einiges, das nicht so leicht kopierbar sei, macht sich Huk-Vorstand Heitmann Mut. „100 Jahre Erfahrung in Versicherungen kann man nicht so einfach durch Geld ersetzen“, sagt Allianz-Vorstand Mathias Scheuber. In der Diskussion komme zu kurz, dass es auf Fähigkeiten ankomme. Auch Daimler habe sich einst aus der Flugzeugindustrie zurückziehen müssen, weil es in der Autoherstellung wettbewerbsfähiger war. Dass aber Google und Big Data eine Bedrohung für die Autoversicherer sind, kann auch Scheuber nicht verhehlen.“
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