Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus 2016

Flottengeschäft bleibt Sorgenkind

Monika Lier
in VersicherungsJournal
vom 25.02.2016
„Die Chancen für das Flottengeschäft sind nach Einschätzung von Thomas O. Winkler von der Gothaer-Gruppe günstig: Zumindest bei den Neuzulassungen stehen die Zeichen auf Wachstum. Aber: Die Ertragsseite bereitet weiter Probleme. Auf einer Fachkonferenz kündigte Dr. Edgar Martin von der R+V-Gruppe Änderungen für den Vertrieb an. Betrachtet man nur die Neuzulassungen, könnte es um das Flottengeschäft kaum besser bestellt sein: Die Zahl und die Größe der Flotten wachsen – und scheinen von der Digitalisierung weniger betroffen zu sein als der Privatkundenmarkt (VersicherungsJournal 23.2.2016). Und dieses Segment teilen sich nur zehn bis 15 Versicherer. „Aber die, die dieses Geschäft betreiben, können es nicht und setzen den Ertrag in den Sand“, kritisierte Thomas O. Winkler, Chief Underwriter Kraftfahrt der Gothaer Allgemeinen Versicherung AG, am Mittwoch auf einer Fachkonferenz in Köln. Auch wenn, anders als im Vorjahr, noch keine Branchenzahlen für dieses Geschäft vorliegen, ist klar, dass die Durchschnittsprämien je Flottenfahrzeug steigen müssen (VersicherungsJournal 27.2.2015). Denn das Flottengeschäft, das bislang einen Prämienanteil von rund zehn Prozent am Kraftfahrt-Geschäft hat, ist und bleibt ein Sorgenkind. Die Bruttoschadenquote lag 2014 mit 94,0 (2013: 103,9) Prozent deutlich über dem gesamten Kraftfahrtmarkt mit 85,1 (93,9) Prozent. Am Rande der Konferenz war zu hören, dass die Ertragsseite auch 2015 wieder durch eine Reihe von großen Schäden belastet war.“(…)
Artikel anzeigen

Aktives Schadenmanagement 2015

Auf dem BF21-Schadenkongress „stellte die Huk-Coburg ihr Mitte 2014 gestartetes Handwerker-Netz für Leitungswasserschäden vor.“

Monika Lier
in VersichrungsJournal
vom 11.11.2015
„Eine aktuelle Umfrage des BVK zeigt die Vertragssanierung in dieser Sparte und wie defizitär die Wohngebäudesparte seit Jahren ist.“ „Die Huk-Coburg Gruppe steuert inzwischen 40 Prozent der Leitungswasserschäden in der Wohngebäudeversicherung über ein Handwerker-Netz. „Die Kunden haben einen echten Bedarf nach diesem Service“, sagte Thomas Geck, Leiter Abteilung Schaden Prozessmanagement der Huk-Coburg, auf einer Fachkonferenz in Köln. Die Kunden bewerteten den Service durchschnittlich mit „gut“ und hätten eine Weiterempfehlungs-Bereitschaft von 96 Prozent. (...)“ „Mit 55.000 Leitungswasserschäden im Jahr komme das eigene Haus auf ein Volumen, das groß genug für ein Handwerker-Netz sei. Je Betrieb habe man im letzten Jahr zwischen 70 und 120 Aufträge vergeben. „Damit werden wir ernst genommen“, so Geck. Vorangegangene Pilotprojekte mit anderen Schadenereignissen waren am Volumen gescheitert. (...)“
Artikel anzeigen

Digitalisierung sorgt für massive Veränderung der Regulierung

in VersicherungsJournal
vom 10.11.2015
„Alles spricht über „Big Data“ und welche Möglichkeiten sich eröffnen können, aber die Eigentumsfragen an Daten sind noch nicht geklärt. Die „weißen Flecken“ im Rechtssystem waren eins von vielen Themen auf einer Fachkonferenz zur Schadenregulierung in Köln. (...)“ „Mit Fahrerassistenzsystemen, Telematik, Autonomem Fahren und vernetzten Autos wird sich die Haftung im Schadenfall künftig nicht mehr allein auf Fahrer und Halter beschränken lassen. „Es entstehen neue Schadenbilder durch neue unbekannte Entscheidungsstrukturen“, sagte Thomas Winkler, Chief Underwriter Kraftfahrt der Gothaer Allgemeinen Versicherung AG. Künftig werde es auch um die Haftung des Herstellers sowie des Providers gehen müssen.“ „Die neuen Techniken beeinflussten, veränderten oder erübrigten die Entscheidungen des Fahrers, ohne dass die Assekuranz die Daten für die Entscheidungsstrukturen der Systeme kenne. „Die Daten der Hersteller dieser Systeme werden nicht veröffentlicht. Wir wissen nicht, welche Prozesse im Fahrzeug einprogrammiert sind. Wir wissen aber auch nicht, wann der Mensch diese Systeme abschaltet“, so Winkler. (...)“
Artikel anzeigen

Versicherer drücken beim Schadenmanagement aufs Tempo

in colornews
vom 11.11.2015
„Die Versicherungswirtschaft nennt den Schadenfall „Moment of Truth“, den Moment der Wahrheit. Hier entscheidet sich, ob der Versicherungsnehmer auch den Service und die Leistung bekommt, für die er Monat für Monat zahlt. Diese Kundenzufriedenheit ist Dreh- und Angelpunkt auch für die Kfz-Versicherer. Eingelöst wird sie oft von den Werkstätten, in denen der Unfallschaden repariert wird. Immer standen Konzepte zur Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt der Diskussionen und Vorträge beim Business Forum 21, das sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Versicherer etabliert hat. Ein Ergebnis der Tagung: die Kfz-Versicherer sehen den Ausbau des Schadenmanagements als eine wesentliche Säule ihrer Strategie. (...)“ Alle reden über Service-Select, nur die HUK-COBURG schweigt „Ein Diskussionsthema beim Business Forum 21 in Köln gab besonderen Aufschluss über Marktpositionen einzelner Versicherer. Immer wieder sprachen Vertreter von Assekuranzen auf der Bühne über Service-Select, doch die HUK-COBURG schwieg. Kein Wort, keine Silbe über das Konzept, über Pläne oder Details. „Die Coburger treiben den Markt“, brachte es ein Teilnehmer am Rand der Veranstaltung auf den Punkt. Und tatsächlich bezogen sich während der Podiumsdiskussion R+V, Provinzial Sparkassen Versicherung oder HDI immer wieder auf die HUK-COBURG. Thomas Geck, Leiter Schaden Prozessmanagement, äußerte sich in der Runde vor allem zu den Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft und Werkstätten angesichts des zunehmenden Wettbewerbs zur Automobilindustrie im Unfallschadenmanagement. Der Titel seines Impulsreferates hieß: „Wettbewerbsdifferenzierung im Sach-Schadenmanagement.(...)“
Artikel anzeigen

Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus 2015

Datenbank gegen Tachomanipulation – Versicherer wollen Betrug einen Riegel vorschieben

in auto.de
vom 03.03.2015
Eine bundesweite Datenbank soll Autokäufer künftig gegen den Betrug bei Tachomanipulationen schützen. Derzeit schätzen Experten, dass bei jedem dritten Auto der Kilometerstand manipuliert und das Auto so auf “jünger” getrimmt wurde. Dadurch erzielen die Betrüger im Schnitt pro Auto eine illegale Wertsteigerung von 3.400 Euro. “Der Gesamtschaden beläuft sich in Deutschland jährlich auf sieben Milliarden Euro”, sagte Björn Hinrichs von der Arvato Financial Solutions auf einer Versicherungstagung in Köln. Geschädigt werden Verbraucher und Versicherer Geschädigt werden vor allem Verbraucher, weil sie für Uraltfahrzeuge viel zu viel Geld zahlen. Betroffen sind aber auch Kfz-Versicherer, die nach Unfallschäden für “verjüngte” Autos mehr leisten müssen, als diese nach ihrer Laufleistung tatsächlich wert sind. Daher unterstützen die Assekuranzen den Aufbau einer bundesweiten Datenbank, die Auskunft über die tatsächliche Laufleistung eines Fahrzeuges geben soll. “Die Idee finden wir aus Verbrauchsicht sehr reizvoll”, sagt Thomas von Mallinckrodt von der HUK-Coburg, Deutschlands größtem Kfz-Versicherer. Manipulationen legal und solide auf die Spur kommen Die letzte Entscheidung über eine eigene Beteiligung an der geplanten Datenbank macht der Versicherer aber von der Ausgestaltung und datenschutzrechtlichen Umsetzung abhängig. Der Ergo-Konzern sieht Vorteile für “alle Seiten”, weil sich die Sicherheit der Kunden erhöht und die Datenbank präventiv Betrug verhindern würde. (...)
Artikel anzeigen

Versicherer unterstützen Datenbank gegen Tachomanipulation

in Versicherungsmagazin
vom 26.03.2015
Eine bundesweite Datenbank soll Autokäufer künftig gegen den Betrug bei Tachomanipulationen schützen. Derzeit schätzen Experten, dass bei jedem dritten Auto der Kilometerstand manipuliert und das Auto so auf "jünger" getrimmt wurde. Dadurch erzielen die Betrüger im Schnitt pro Auto eine illegale Wertsteigerung von 3.400 Euro. "Der Gesamtschaden beläuft sich in Deutschland jährlich auf sieben Milliarden Euro", sagte Björn Hinrichs von der Arvato Financial Solutions auf einer Versicherungstagung in Köln. Geschädigt werden vor allem Verbraucher, weil sie für Uraltfahrzeuge viel zu viel Geld zahlen. Betroffen sind aber auch Kfz-Versicherer, die nach Unfallschäden für "verjüngte" Autos mehr leisten müssen, als diese nach ihrer Laufleistung tatsächlich wert sind. Daher unterstützt die Assekuranz den Aufbau einer bundesweiten Datenbank, die Auskunft über die tatsächliche Laufleistung eines Fahrzeuges geben soll. Auch Kfz-Sachverständige überfordert "Die Idee finden wir aus Verbrauchsicht sehr reizvoll", sagt Thomas von Mallinckrodt von der Huk-Coburg, Deutschlands größtem Kfz-Versicherer. Die letzte Entscheidung über eine eigne Beteiligung an der geplanten Datenbank macht der Versicherer aber von der Ausgestaltung und datenschutzrechtlichen Umsetzung abhängig. Auch die Provinzial Rheinland aus Düsseldorf begrüßt das Projekt. "Es ist wichtig, dass es endlich eine legale und solide Möglichkeit gibt, solchen Manipulationen auf die Spur zu kommen", betont Sprecher Christoph Hartmann.
Artikel anzeigen

Kfz-Versicherung im Fokus 2014

Kfz: Unverdrossenes Hoffen auf die Trendwende

in Versicherungsmonitor
vom 18.02.2014
„Nach einem Jahr mit hohen Unwetterschäden hoffen die Kfz-Versicherer auf ihr erstes Jahr mit versicherungstechnischen Gewinnen seit langem. Auf einer Kölner Branchenkonferenz prophezeit E+S Rückversicherungsvorstand Michael Pickel die Trendwende. Unter der Voraussetzung, dass die Kfz-Versicherer 2014 von Großschäden verschont bleiben, kann die Branche mit dem ersten Jahr seit 2007 ohne versicherungstechnische Verluste rechnen. Das sagte Michael Pickel, Mitglied des Vorstands der E+S Rückversicherung, auf einer Kfz-Versicherungskonferenz in Köln. Die Beiträge müssen dafür zumindest auf dem jetzigen Niveau bleiben. „Wir gehen davon aus, dass wir 2014 ein versicherungstechnisches Plus erreichen – außer es gibt Sondereffekte“, sagte Pickel. (…) Unter dem Strich verbuchte die Branche 2013 einen Verlust von 700 Mio. Euro – prognostiziert hatte die E+S Rückversicherung zu Beginn des Jahres noch einen Gewinn von 800 Mio. Euro. Die Prämieneinnahmen stiegen von 23,2 Mrd. Euro auf 24,3 Mrd. Euro. (…) Die bereits für 2013 prophezeite Trendwende soll jetzt also 2014 kommen. Allerdings bleibt der Wettbewerbsdruck laut Pickel hoch. Er rechnet damit, dass der Preiskampf bereit 2015 wieder anzieht. „Das bedeutet nicht, dass es Verluste geben muss“, sagte er.“
Artikel anzeigen

„Kinofilm "Stromberg": Büro ist wie Krieg“

in Versicherungsmonitor
vom 18.02.2014
so die aktuelle Schlagzeile im Vorfeld der Filmprämiere, die zeitgleich zu der Abendveranstaltung der 11. BF21-Jahrestagung „Kfz-Versicherung im Fokus“ im OSMAN´30, im MediaPark Köln stattgefunden hat (Herbert Frommes Versicherungsmonitor, 18.02.2014). Der atemberaubende Ausblick aus der 30 Etage des Köln Turms auf die Stadtlichter, wie auch auf den ausgerollten roten Teppich der Stromberg-Filmprämiere war eines der Highlights dieses unvergesslichen Abends. „Jahrelang lief die Serie "Stromberg" über den Abteilungsleiter der fiktiven Versicherung Capitol erfolgreich im Fernsehen. Diese Woche kommt der Kinofilm.“
Artikel anzeigen

„Gewinnzone rückt für Autoversicherer in greifbare Nähe“

in VersicherungsJournal
vom 19.02.2014
„Nähe Trotz mehrfacher Prämienerhöhungen schrieben die Autoversicherer auch 2013 weiter Verluste. Die erhoffte Wende wurde verhagelt. Ab 2015 könnte der Wettbewerb wieder schärfer werden. Die Autoversicherer haben die bereits für 2013 erwartete Ertragswende wegen rund 1,5 Milliarden Euro Elementarschäden nicht geschafft. Für 2014 zeichnet sich nun die Rückkehr in die Gewinnzone ab, so die Erwartungen auf einer Fachkonferenz in Köln. (…) Die Verteuerung der Prämien in den letzten Jahren könnte ausreichen, damit die Autoversicherer 2014 erstmals seit 2007 versicherungstechnisch wieder Gewinne einfahren. Vorausgesetzt, dass das Schadenaufkommen nicht wieder außergewöhnlich hoch ausfällt. Aber: Absehbar ist bereits, dass der Wettbewerb in dieser unverändert als Türöffner geltenden Sparte spätestens ab 2015 wieder schärfer wird, so die Einschätzung von Dr. Michael Pickel, Vorstandsmitglied E+S Rückversicherung AG, auf einer Fachkonferenz in Köln. (…) Mehr darf nicht passieren Besonders hoch ist der Sanierungsbedarf in den Kaskosparten. Dort seien die Schwankungs-Rückstellungen in den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut worden und nach den außergewöhnlich heftigen drei Hagelereignissen nur noch 0,4 Milliarden Euro vorhanden. (…) Da auch von den Kapitalmärkten beim unverändert niedrigen Zinsniveau keine Entlastung zu erwarten sei, rechnet Pickel damit, dass sich die Erstversicherer künftig mehr rückversichern müssen. (…) Die Großen gewinnen Marktanteile Die Top-Ten-Gruppen des Autoversicherungs-Geschäfts haben nach Aussage von Pickel zwischen 2008 und 2012 ihren Marktanteil um 2,8 Prozent auf über 70 Prozent gesteigert. Innerhalb dieser Gruppe habe aber die Spreizung zugenommen. (…) Weniger teurer geworden Marco Morawetz, der das Consulting des Rückversicherers General Reinsurance AG leitet, wird am heutigen Konferenztag unter anderem zeigen, dass die durchschnittliche Kraftfahrt-Haftpflichtprämie zum 1. Januar 2014 nur noch um 1,6 Prozent gestiegen ist. In den beiden Jahren zuvor betrugen die Verteuerungen 7,1 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent. (…)“
Artikel anzeigen

Der bekannte Zyklus bei den Ergebnissen

Rainer Weckbacher (Leser)
in VersicherungsJournal
vom 19.02.2014
„Alle Jahre wieder... Der seit etlichen Jahren bekannte Zyklus bei den Ergebnissen der Autoversicherer wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Sobald der erste größere Versicherer in den schwarzen Zahlen ist und dieser dann den vorhandenen Deckungsbeitrag wieder in „Wachstum über günstige Beiträge” investiert, geht es marktweit wieder abwärts mit den Beiträgen für Neuverträge. Sobald das Ergebnis dieser Verträge nicht mehr durch die Altverträge mit auskömmlichem Deckungsbeitrag finanziert werden kann, entwickelt sich der Markt turnusmäßig in die roten Zahlen. (…)“.
Artikel anzeigen